Schweizer Blasmusik-Dirigentenverband

Komponist Jakob Bieri gestorben

Der Schweizer Marsch-, Polka- und Walzerkönig Jakob Bieri ist gestorben. Dies geht aus einer Todesanzeige 'seiner' Feldmusik Strättligen hervor.

Aus der Feder von Jakob Bieri stammen über 90 Kompositionen. Mit seiner Musik hat er viele Menschen begeistert. Wer an Marsch- und volkstümlicher Musik interessiert ist, stiess rasch einmal auf seinen Namen.

Auf seiner Homepage (EIgenverlag) sind unter anderem 46 Märsche aufgeführt, alle volkstümlichen Charakters. Dazu kommen 24 Polkas, 8 Walzer und 13 andere Kompositionen. Viele von Beris Werken eignen sich auch für kleine Bläserbesetzungen und erfreuen sich grosser Beliebtheit - so gehören Edelweiss und Enzian (Polka, 1967) und Rüebliländer-Polka (1978) regelmässig zu den meistgespielten Blasmusik-Kompositionen der Schweiz.

Jakob Bieri ist am 13. 03. 1933 geboren. Aufgewachsen ist er mit sechs Geschwistern auf einem Bauernhof in Schoren bei Thun. 1948-1952 absolvierte er eine Lehre als Konstruktionsschlosser, bildete sich danach zum eidg. dipl. Schlossermeister weiter. Tätig war er unter anderem als Abteilungsleiter und Kalkulator in der Maschinenindustrie, bevor er 1969-1972 eine berufsbegleitende Ausbildung zum eidg. dipl. Berufsberater absolvierte.

Seine musikalische Grundausbildung erhielt in der Kadettenmusik Thun. Seit 1947 war er Aktivmitglied der Feldmusik Strättligen-Thun. 1953 absolvierte er die Rekrutenschule als Trompeter bei Adj. Hans Honegger, 1954 besuchte er einen Dirigentenkurs bei Albert E. Kaiser. 1957-1958 war er Dirigent der Dorfmusik Aeschlen, bevor er 1958-1991 als Dirigent der Feldmusik Strättligen wirkte. Diese ernannte ihn für seine 33-jährige Tätigkeit zum Ehrendirigenten.

Weitere Stationen von Jakob Bieri:

1959-1961 Ausbildung zum Blasmusikdirigenten am Konservatorium Bern

seit 1984 Leiter des Zivilschutzspiel Thun / seit 1994 Leiter der Blaskapelle Nostalgie

1998 erhielt Jakob Bieri den Kulturpreis der Stadt Thun

 

Die Trauerfeier findet am Freitag, 11. August 2017, um 14 Uhr auf dem Schorenfriedhof in Thun statt.