Schweizer Blasmusik-Dirigentenverband

Wissenschaftler erforschen Klang der Staatskapelle Dresden

Mythen aus 471-jähriger Geschichte sollen aufgeklärt werden.


Die Sächsische Staatskapelle Dresden wird in einem Forschungsprojekt von Musikwissenschaftlern untersucht: Die Forscher der Musikhochschule Carl Maria von Weber interessieren sich dabei vor allem für den Klang des Orchesters, wie das Portal klassik.com berichtet. Dieser soll auf Kontinuitäten in der 471-jährigen Geschichte der Staatskapelle erforscht werden. Unterstützt wird das Projekt durch das sächsische Wissenschaftsministerium, das den Wissenschaftlern rund eine Million Euro aus dem Europäischen Sozialfonds zur Verfügung stellt.

Die Sächsische Staatskapelle Dresden wurde am 22. September 1548 von Johann Walter gegründet, der Auftrag dafür kam von Kurfürst Moritz von Sachsen. Es gilt heute laut klassik.com als einziges Orchester, das seit viereinhalb Jahrhunderten ohne Unterbrechung musiziert hat und stets als eines der führenden Ensembles galt. Die Staatskapelle Dresden spielt ihre Auftritte in der Semperoper. Außerdem ist es Mitträger der Schostakowitsch Tage Gorhisch und tritt unter Christian Thielemann seit 2013 jährlich bei den Osterfestspielen Salzburg auf. 2007 wurde es mit dem Preis der Europäischen Kulturstiftung für die Bewahrung des musikalischen Weltkulturerbes geehrt.

Die Hochschule für Musik Carl Maria von Weber ist eine staatliche Einrichtung in Dresden. Sie wurde am 1. Februar 1856 von Friedrich Tröstler als privates Konservatorium gegründet und erhielt den Hochschulstatus nach dem Zweiten Weltkrieg. 1959 wurde die Hochschule durch ihren Namen und das Studio für Stimmforschung ergänzt. Heute bietet die Einrichtung den Studenten Studiengänge im Bereich Gesang, Dirigieren, Klavier, Komposition und Pädagogik, Promotionen sind im Bereich Musikwissenschaft, Musiktheorie und Musikpädagogik möglich. Rektor ist Axel Köhler.

Weiterführende Informationen bei klassik.com

Bild: Christian Thielemann am Pult der Sächsischen Staatskapelle Dresden / Bild: zvg/© Matthias Creutziger