Schweizer Blasmusik-Dirigentenverband

Coronavirus bringt den Schweizer Musiksektor in existentielle Not

Die Medienmitteilung des Schweizer Musikrates informiert über die Situation im Musikmarkt.
 

 

An die Mitglieder des Schweizer Musikrats (dazu gehört auch der Schweizer Blasmusikverband)


Geschätzte Mitglieder des Schweizer Musikrats

Das Coronavirus macht auch vor dem Schweizer Musiksektor nicht Halt. Der Bund hat öffentliche und private Veranstaltungen mit mehr als 1000 Personen in der Schweiz verboten. Das Verbot trat am 28. Februar 2020 in Kraft und gilt bis mindestens 15. März 2020.

Dieses Veranstaltungsverbot trifft den Musiksektor sehr hart. Betroffen sind alle Bereiche des Musiklebens, insbesondere die Profis, die Laien und die Musikwirtschaft. Wie sich die Situation im Bildungs- und Forschungsbereich und im Musiksektor insgesamt entwickeln wird, lässt sich zur Zeit noch nicht sagen. Bereits jetzt zeigen sich jedoch grosse finanzielle Verluste entlang der gesamten Wertschöpfungskette des Musiksektors.

Der Schweizer Musikrat steht in engem Kontakt mit anderen AkteurInnen im Musik- und Kulturbereich und auch mit Behörden auf Bundesebene, beispielsweise mit dem Generalsekretariat von Bundesrat Guy Parmelin (Eidgenössische Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung WBF). In verschiedenen Medien wurde die schwierige Situation des Musiksektors auch Dank dem Einsatz vieler unserer Mitgliedsorganisationen bereits thematisiert. Der SMR hat zudem eine Medienmitteilung verfasst und verschickt: https://www.musikrat.ch/aktuelles/news

Das Staatssekretariat für Wirtschaft SECO hat sich gestern mit den Sozialpartnern getroffen, um die wirtschaftlichen Auswirkungen zu besprechen, wobei der Musiksektor leider noch nicht direkt mit am Tisch sitzen kann. Immerhin konnte der SMR sicherstellen, dass seine Botschaft – die starke Betroffenheit des Musiksektors und der Wunsch nach direktem Einbezug – durch die oben genannten Verbände der Wirtschaft eingebracht wird. Darüber hinaus bemüht sich der Musikrat intensiv, direkt mit dem SECO ins Gespräch zu kommen.

Bundesintern steht das Bundesamt für Kultur BAK gemäss eigenen Aussagen in engem Kontakt mit dem SECO, was die negativen wirtschaftlichen Auswirkungen auf den Kultur- und Musiksektor betrifft. Und von Seiten des WBF haben wir zuletzt positive Signale erhalten, dass sie sich der Probleme unseres Sektors bewusst seien und einen direkten Einbezug des Musik-, aber auch des Kultursektors in Gesprächen auf Bundesebene prüften.

Wir werden Sie auf dem Laufenden halten.

Herzliche Grüsse
Rosmarie Quadranti, Präsidentin SMR