Schweizer Blasmusik-Dirigentenverband

Virtueller Wettbewerb ist ein Hit

Mehr als 55% der jungen Walliser Solisten nehmen am virtuellen Wettbewerb teil.

 

Die Wahl der Organisatoren des Walliser Solistenwettbewerbs (WJSQW), der wegen der Pandemiekrise abgesagt wurde, hat sich gelohnt: Mehr als 55% der Jugendlichen, die sich für die jährliche Grossveranstaltung im Dezember angemeldet hatten, reichten eine Videoauf- nahme ihres Solos ein und nehmen am Virtuellen Blechbläserwettbewerb (VBW) 20-21 teil.

Die sanitären Bedingungen im Zusammenhang mit dem Covid-19 haben auch bei der Ausgabe 2020 des Walliser Junioren- Solisten- und Quartettwettbewerbs (WJSQW) ihren Tribut gefordert. Trotzdem haben die Veranstalter eine alternative Lösung gefunden. „Wir wollten nicht riskieren, all diese jungen Solisten zu entmutigen. Denn das traditionelle Rendezvous Anfang Dezember ist für sie eine immer erneuerte und beeindruckende Motivationsquelle ist“, erklärt Bertrand Moren, Präsident der Musikkommission des WJSQW.

Eine Videoaufzeichnung ohne Klavierbegleitung

Konkret können die rund 300 Jugendlichen, die sich für den 26. WJSQW angemeldet haben, an diesem neuen virtuellen Blasmusikwettbewerb (VSC) teilnehmen: Sie mussten sich lediglich bis Samstag, 3. Oktober um Mitternacht per E-Mail anmelden. Sie hatten dann bis Samstag, den 5. Dezember – das ursprünglich für den WJSQW 2020 vorgesehene Datum – Zeit, um eine Videoaufnahme des Solos einzureichen, das sie für die Walliser Meisterschaft ausgewählt hatten. Dieses Stück kann nicht verändert werden. Auch für die Quartette bleibt das Pflichtstück unverändert.

Um die Kosten zu senken und die Aufnahme zu erleichtern, muss die Aufführung als Plansequenz und ohne Schnitt oder Bearbeitung, wie auch ohne Klavierbegleitung gefilmt werden. Die maximale Dauer der Videoaufzeichnung ist auf fünf Minuten begrenzt. Eine Jury aus Experten, die nicht aus dem Wallis stammen, wird die Aufführung beurteilen, allerdings nur auf der Grundlage des Tons.

Mehrere Ranglisten werden Mitte Februar 2021 veröffentlicht

Es wird also keinen Walliser Meister 2020 geben. Auf der anderen Seite werden separate Ranglisten für die Quartette, für die sieben besten der Kategorie „Minis“ sowie nach Instrumentenkategorie für die Kadetten und für die Junioren erstellt. Darüber hinaus erhalten alle Teilnehmer eine Kritik von den Experten. Die Ergebnisse werden bis spätestens am 15. Februar 2021 mitgeteilt.

„Wir bedauern zutiefst, dass wir die Walliser Meisterschaft nicht in ihrem gewohnten, üblichen Format organisieren können. Die sanitären Bedingungen im Zusammenhang mit der sich laufend verändernden Situation von Covid-19 verbunden sind, lassen dies jedoch leider nicht zu. Trotzdem hoffen wir, dass viele der Teilnehmer, die sich angemeldet haben, von der neu erfundenen Variante profitieren werden“, erklärt Daniel Vergère vom WJSQW-Vorstand.

Feuer und Flamme für die Blasmusik

Mit dieser neuen Formel wollen die organisierenden Vereine – die Persévérante Plan-Conthey, die Marcelline Grône und die Concordia Vétroz – dazu beitragen, dass die in den Walliser Musikgesellschaften aktiven Jugendlichen Feuer und Flamme für die Blasmusik sind und bleiben.