Schweizer Blasmusik-Dirigentenverband

Mehr Einnahmen trotz Corona

Die SUISA hat 2021 ihr Jahresergebnis wieder leicht steigern können.

Die Einnahmen aus der Verwertung von Urheberrechten in der Schweiz und im Ausland stiegen um 3,8% und betrugen 149,6 Mio. Franken. Zu diesem guten Ergebnis haben unter anderem die Einnahmen aus Musik-Streaming beigetragen: Im Online-Bereich legte die SUISA um über 60% zu. Im Gegensatz gingen die Einnahmen aus Aufführungsrechten und dabei insbesondere aus Konzerten auch im zweiten Jahr der Corona-Pandemie weiter zurück.

Die SUISA, die Genossenschaft der Urheber/innen und Verleger/innen von Musik in der Schweiz und in Liechtenstein, hat an der Generalversammlung ihr Geschäftsergebnis präsentiert. Trotz eines erneut schwierigen Jahres für die Musikschaffenden stiegen die Urheberrechtseinnahmen im letzten Jahr gegenüber 2020 wieder leicht an. Sie betrugen in der Schweiz und im Ausland 149,6 Mio. Franken. Gegenüber dem Vorjahr (144 Mio. Franken) ist dies ein Anstieg von 3,8%. Damit erhalten die Komponisten/innen, Textautoren/innen und Verleger/innen von Musik dieses Jahr wieder mehr Geld von ihrer Genossenschaft: Im laufenden Geschäftsjahr kann die SUISA 121,3 Mio. Franken der Einnahmen von 2021 verteilen – 5,9% mehr als im Vorjahr.

Über 60% Wachstum im Online-Bereich
Dank eines hohen Ertrags aus der Online-Musiknutzung fiel das Jahresergebnis der SUISA trotz Corona-Pandemie vergleichsweise gut aus. Die Einnahmen aus dem Online-Bereich – Streaming und Downloads – betrugen 2021 27,5 Mio. Franken. Dies entspricht einer Steigerung von 61,1% gegenüber dem Vorjahr (17,1 Mio. Franken). Dies ist insbesondere höheren Einnahmen durch die Tochtergesellschaft SUISA Digital Licensing AG und Mint Digital Services AG, dem Joint-Venture mit der US-Amerikanischen Gesellschaft SESAC, zu verdanken. SUISA Digital Licensing gewann auch letztes Jahr wieder verschiedene ausländische Schwestergesellschaften und Verlage als neue Kunden und konnte bessere Verträge mit Online-Diensteanbietern abschliessen. Mittlerweile hat SUISA Digital Licensing mit über 70 Streaminganbietern weltweit Verträge für die Nutzung von Musik abgeschlossen.

Wenige Konzerte: Erneuter Rückgang bei den Aufführungsrechten
Auch 2021 waren Konzerte kaum oder nur unter erschwerten Bedingungen möglich. Entsprechend gingen im letzten Jahr die Urheberrechtseinnahmen aus Konzerten gegenüber dem Vorjahr massiv zurück: von 11,4 Mio. Franken im 2020 auf 4,5 Mio. Franken im 2021. Dies entspricht einem Rückgang von über 60%. Kompensiert wurde dies durch steigende Einnahmen aus anderen Bereichen wie dem Gastgewerbe (+13,5%) und der Hintergrundunterhaltung in Geschäften (+4,8%). Somit betrugen die Einnahmen aus Aufführungsrechten letztes Jahr 28,4 Mio. Franken, was gegenüber 2020 (34,4 Mio. Franken) ein Rückgang von 17,6% bedeutet.

Die Einnahmen aus Senderechten blieben im vergangenen Jahr wiederum stabil und betrugen 64 Mio. Franken (2020: 64,3 Mio. Franken). Bei den Leerträgervergütungen (Vergütungsansprüche) verzeichnete die SUISA einen Anstieg von 12,4 Mio. Franken im 2020 auf 14,6 Mio. Franken im vergangenen Jahr (+17,7%). Die Vervielfältigungsrechte, die seit Jahren kontinuierlich zurückgehen, blieben stabil und beliefen sich wie 2020 auf 4,3 Mio. Franken.

87 von 100 Franken für Urheber/innen und Verleger/innen
Inklusive Nebenneinnahmen von 15,4 Mio. Franken (2020: 11,9 Mio. Franken) belief sich der Gesamtumsatz der SUISA auf 165,0 Mio. Franken (2020: 155,9 Mio. Franken). Insgesamt zahlt die SUISA von 100 Franken, die sie aus Urheberrechten einnimmt, rund 87 Franken an die Urheber/innen und Verleger/innen von Musik aus.

Christian Baumgartner in den SUISA-Vorstand gewählt
An der Generalversammlung der SUISA wurde der Unternehmensberater Christian Baumgartner in den Vorstand gewählt. Christian Baumgartner ist im Verwaltungsrat des Online-Musikanbieters iMusician Digital und war Gründungspartner von Accenture.

Der Geschäftsbericht 2021 der SUISA ist online abrufbar unter www.suisa.ch/geschaeftsbericht