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Schweizer Blasmusik-Dirigentenverband

Todesfall

Alvin Muoth verstorben

10. August 2026
von Theo Martin
Der rätoromanische Komponist, Chorleiter und Solist Alvin Muoth ist am 8. August 2026 im Alter von 60 Jahren nach längerer Krankheit verstorben. Dies bestätigte seine Familie gegenüber RTR. Die letzten drei Wochen verbrachte er im Spital und anschliessend noch einige Tage in einem Hospiz.

 Alvin Muoth war ein begnadeter Musiker. Als BDV-Mitglied hat er unsere Anlässe regelmässig besucht und die Arbeit des Vorstands sehr wertgeschätzt. Mit tiefer Trauer nehmen wir die Nachricht von seinem viel zu frühen Tod zur Kenntnis. Der Familie und seinen Liebsten entbieten wir unser herzliches Beileid.

Der rätoromanische Komponist, Chorleiter und Solist Alvin Muoth ist am 8. August 2026 im Alter von 60 Jahren nach längerer Krankheit verstorben. Dies bestätigte seine Familie gegenüber RTR. Die letzten drei Wochen verbrachte er im Spital und anschliessend noch einige Tage in einem Hospiz.

 

Aus Wikipedia:

Alvin Muoth stammt aus einer musikalischen Familie aus Rhäzüns.

Nach dem Gymnasium und Lehrerseminar in Chur studierte er am Mozarteum in Salzburg Sologesang, Chorleitung, Orchesterdirektion und Komposition unter bekannten Namen wie Rudolf Knoll, Nikolaus Harnoncourt und auch als Privatschüler bei Herbert von Karajan.

Als Gründer des Konzertchores Graubünden war er während 15 Jahren dessen Dirigent. Nebst diversen Dirigaten bei Sinfonie- und Blasorchestern wirkte er auch als Spielführer und Musikinstruktor in der Militärmusik der Schweizer Armee.

 

Von der Website der RTR:

Alvin Muoth wurde am 25. Dezember 1965 geboren und wuchs als jüngster von drei Brüdern in Rhäzüns auf. In seinem Elternhaus, das stark von Musik und Tradition geprägt war, entdeckte er schon früh die Musik, die ihn sein ganzes Leben lang begleiten und prägen sollte. Nach der Schule in Rhäzüns und dem Beginn des Gymnasiums sowie des Lehrerseminars in Chur entschied er sich, seiner grossen Leidenschaft zu folgen und ein Musikstudium aufzunehmen.

Nach seinen ersten musikalischen Schritten in Graubünden zog es Alvin Muoth bereits in jungen Jahren ins Ausland. Mit 18 Jahren begann er sein Musikstudium in Feldkirch (Vorarlberg). Später führten ihn weitere Studienaufenthalte nach Wien sowie an das renommierte Mozarteum in Salzburg. Zusätzliche musikalische Impulse sammelte er während Studienphasen in Italien und Deutschland. Diese Jahre prägten ihn als Musiker und erweiterten seinen Horizont weit über die Landesgrenzen hinaus.

Parallel dazu erfüllte Alvin Muoth in der Schweiz seine Militärpflicht. Dabei setzte er eine Familientradition fort: Wie sein Vater Sep Antoni und seine Brüder Amadeus und Ciril engagierte auch er sich in der Militärmusik. Sein musikalisches Talent und sein Können blieben nicht unbemerkt. Bereits während der Rekrutenschule wurde er als möglicher Instruktor und Adjutant in Betracht gezogen. Auf Anfrage des damaligen Inspektors der Militärmusiken, Albert Benz, und ermutigt von seinem Umfeld entschied er sich schliesslich, diese Herausforderung anzunehmen.

1991 schloss Alvin Muoth die Militärmusik-Instruktorenschule erfolgreich ab und schrieb damit ein kleines Stück Geschichte: Er wurde der erste rätoromanische Adjutant der Schweizer Militärmusik. Besonders die Arbeit mit den jungen Rekruten lag ihm am Herzen. Mit den militärischen Rahmenbedingungen seiner Funktion fühlte er sich hingegen weniger wohl. Nach reiflicher Überlegung beschloss er deshalb 1994, seine Tätigkeit als Instruktor zu beenden. Der Militärmusik blieb er dennoch verbunden und dirigierte bis zum Ende seiner Dienstzeit die Regimentsmusik 36.

Nach seiner Rückkehr ins zivile Leben widmete sich Alvin Muoth wieder voll und ganz der Musik. Als Dirigent, Sänger und immer wieder auch als Posaunist hinterliess er in zahlreichen Formationen seine Spuren.

Seinen Lebensmittelpunkt wählte er in Küssnacht am Rigi, wo er sich mit grossem Engagement in das kulturelle Leben einbrachte und unter anderem den Männerchor dirigierte. So blieb die Musik, die ihn seit seiner Kindheit begleitet hatte, auch weiterhin das Zentrum seines Schaffens und seiner Leidenschaft.