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Schweizer Blasmusik-Dirigentenverband

World Music Contest (WMC)

Ein Lob auf das Schweizer Publikum

08. August 2026
von Theo Martin
Der Wettbewerb um die Concert Division in Kerkrade war unterschiedlich gut besucht. Eine Polemik.

Der World Music Contest (WMC) in Kerkrade ist die eigentliche Weltmeisterschaft der Blasmusik. Entsprechend hoch ist das Renommee des Wettbewerbs. In Blasmusikkreisen spricht man ehrfürchtig von «Kerkrade» – und alle wissen sofort, was gemeint ist, auch wenn sie noch nie dort waren.


Bei meinem ersten Besuch am WMC – dank der BDV-Reise – war ich deshalb doch ziemlich überrascht, dass der Saal nur beim Auftritt der beiden Formationen aus den Niederlanden voll besetzt war. Spielte hingegen ein Verein aus Portugal oder Frankreich, aus Kreuzlingen oder Luzern, war das Konzertlokal nur etwa halb voll.

So viele leere Stühle sind einer Weltmeisterschaft schlicht nicht würdig.

Glücklicherweise erleben wir das in der Schweiz häufig etwas anders. Die Spitzenwettbewerbe der Brass Bands sind stets hervorragend besucht. Am Kantonalen Musiktag in Luzern konnte ich schon mehrmals beobachten, dass jeder Verein fanmässig unterstützt wird – egal, ob es sich um eine Harmonie oder eine Brass Band handelt.

Besonders gross war meine Freude (sowohl als BDV-Präsident als auch als OK-Mitglied), als sich am Eidgenössischen Musikfest in Biel zeigte, dass selbst die Lokale in den Aussenquartieren, in denen die unteren Kategorien spielten, durchwegs sehr gut besetzt waren. Bei den Top-Bands im Kongresshaus haben dreimal so viele Leute Einlass begehrt, wie Platz vorhanden war.

Genau so muss es sein.

 

 

Bild: Der Solistenpreis ging an Eva-Maria Wobmann vom Blasorchester Stadtmusik Luzern, die sich mit ihrem Piccolo-Solo gegen die Konkurrenz aus ganz Europa durchgesetzt hat. (Bild: zvg/Stadtmusik Luzern)