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SSWO: Im Westen viel Neues
Seit seiner Gründung 2021 begeisterte das Swiss Symphonic Wind Orchestra sein Publikum mit den bisher fünf Konzertprogrammen «Divertimento» (2021), «Transformationen» (2022), «Präludium» (2023), «Home» (2024) und «Von Angst und Hoffnung» (2025).
Mit «Heavy» aus der Feder von Sandra Stadler, der Neufassung der «Rhapsody in Blue» für Marimba und Blasorchester des Vienna Art Orchestra-Leaders mathias rüegg, «Information Overload» des Komponisten Stephan Hodel, Luzia Von Wyl’s «Fifth Avenue» und Franco Cesarinis «Winds of Hope» fanden bereits fünf Neuschöpfungen im Auftrag des SSWO – alle von Schweizer Komponistinnen und Komponisten – grossen Anklang.
Aufgrund der durchwegs positiven Rückmeldungen von Besucher:innen, Musiker:innen und der Presse plant das Orchester 2026 seine bereits sechste Konzerttournee unter dem Programmtitel «West Side Stories» im September 2026 mit Konzerten in Urdorf, Widnau und Zürich-Oerlikon.
West Side Story
Bernsteins «West Side Story» liefert zugleich auch das Motto zum sechsten Programm des von Niki Wüthrich gegründeten und geleiteten Ensembles, in dem seit 2021 Profis und ambitionierte Laien zusammenspielen. Die Tournee führt sie zwar nicht ganz nach New York, sondern nach Zürich-Oerlikon, Widnau und Urdorf. Aber sie erzählt auch vor dem Bernstein-Finale «West Side Stories» – von denen die meisten in der Westschweiz spielen.
Gleich drei Werke beziehungsweise ihre Komponisten kommen nämlich von jenseits des Röstigrabens. Der 1997 geborene Walliser Gauthier Dupertuis treibt die Klänge in «Plasma» durch alle möglichen Aggregatszustände. Der Waadtländer Théo Schmitt, Jahrgang 1991, reagierte mit seinem «Sacred Dance for an Ungodly World» auf Ereignisse wie die letzten amerikanischen Präsidentschaftswahlen und den Ukrainekrieg.
Eine Uraufführung mit Wurzeln im Wadtland
Und dann gibt es auch in diesem sechsten SSWO-Programm wieder eine Uraufführung einer Auftragskomposition: Der 2002 geborene Waadtländer Théo Rossier liess sich von Goyas Gemälde «Die Prozession des Heiligen Isidor» zu einem geheimnisvoll-festlichen Werk inspirieren.
Der Komponist, der als Trompeter angefangen hat und derzeit auch noch ein Dirigierstudium absolviert, hat bisher vor allem für Brass Band geschrieben – und feierte 2022 mit seiner Auszeichnung beim Wettbewerb der European Brass Band Association seinen bisher wohl grössten Erfolg.
Klarinettensolo mit heissen Flamenco-Rhythmen
Apropos Goya: Auch das Solokonzert in diesem Programm – «II Concerto for Clarinet and Wind Band» von Oscar Navarro – stammt aus Spanien, also ebenfalls aus dem (leicht südlich positionierten) Westen.
Und es führt das SSWO und seinen Konzertmeister Joel Cardoso, der den Solopart übernehmen wird, noch einmal in ganz andere Klangwelten: In wirbligen Flamenco-Motiven und kantablen Melodien, in hypnotischen Pianissimi und hochvirtuosen Temporäuschen können der Solo-Klarinettist und das Ensemble alles zeigen, was ihre Instrumente hergeben.
Konzerttour 2026 «West Side Stories»
Swiss Symphonic Wind Orchestra
- Samstag, 12. September, 19.30 Uhr, Musikzentrum Brunnenhof (ehem. Radiostudio), 8057 Zürich
- Samstag, 19. September, 19.30 Uhr, Widebaumsaal, 9443 Widnau
- Sonntag, 20. September, 18.00 Uhr, Aula Kantonsschule Limmattal, 8902 Urdorf