Konzert
«La Banda Storica» spielt auf 200jährigen Instrumenten einer Schweizer Blasmusik
Blasmusik von Beethoven? Ja, die gibt es, Beethoven hat eine Reihe von Werken original für Harmoniemusik oder «vollständige Türkisch-Musik» geschrieben.
Einige davon spielt «La Banda Storica» im Konzert am 3. Juli auf den damaligen Instrumenten, nebst dem Oktett in Es des jungen Beethoven. Die «Banda» ist das aus dem Berner Symphonieorchester entstandene Ensemble für historische Aufführungspraxis, Der Oboist Alfredo Bernardini, Professor am Mozarteum Salzburg und einer der führenden Spezialisten für diese Musik, leitet die Banda und spielt selber mit.
Im Konzert werden zudem Stücke aus den Noten einer Schweizer Blasmusik von vor 200 Jahren gespielt. Und dies auf den für dieses Konzert eigens restaurierten Originalinstrumenten dieser Musikgesellschaft: von ihr sind 20 Instrumente und 49 Notenbücher mit fast 500 Stücken im Klingenden Museum Bern erhalten. Dieses historisch einzigartige Konvolut aus den Anfängen der Blasmusik bildet auch den Kern der Ausstellung «Anno 1811» des Klingenden Museums und ist Gegenstand eines Forschungsprojekts der Hochschule der Künste Bern.
Es ist erstaunlich: Damals spielten Blasmusiken nebst Unterhaltungskonzerten und Marschmusik sogar zum Tanz auf, sie hatten viele Walzer, Ländler und sogar Stücke von Johann Strauss im Repertoire. Das Konzert der Banda wird diese Bandbreite der damaligen Bläsermusik aufleben lassen. Und es wird erahnbar, wie hell, virtuos und abwechslungsreich eine Blasmusik damals geklungen hat – dank der engen Zusammenarbeit der Bläserinnen und Bläser der Banda Storica mit der Forschung der HKB und dem Klingenden Museum Bern.
Freitag, 3. Juli 2026, 19:30 im Grossen Saal Konsi Bern. Konzerteinführung 18:45. Um Anmeldung wird gebeten.
Kontakt: La Banda Storica: Bernhard Röthlisberger, 079 233 01 01
Klingendes Museum Bern und HKB: Adrian v. Steiger, 079 642 34 48