Schweizer Blasmusik-Dirigentenverband

In Baden die Dirigentenkarriere starten

Am Schweizer Dirigentenwettbewerb Anfang September in Baden werden Dirigentenkarrieren lanciert. Die Besucherinnen und Besucher können den Wettbewerb nun in allen Durchgängen verfolgen und so selber ihren Favoriten küren.

 

 

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Sendehinweis: Montag, 19. August 2019, 18:03 Uhr, Radio SRF Musikwelle

 

THEO MARTIN

Der souveräne Sieg am Schweizer Dirigentenwettbewerb hat der Karriere von Sandro Blank 2016 so richtig Schub verliehen. Er leitet heute das Jugendblasorchester der Stadt Luzern, die Stadtmusik Zug und die Feldmusik Sarnen. Mit diesem Werdegang ist er aber längst nicht alleine: Jan Müller, Gewinner des 2. Preises 2013 ist ebenfalls ein gefragter Dirigent. Gleiches gilt für die früheren Sieger Michael Bach, Jean-François Bobillier, Reto Näf, Philipp Bach und Baldur Brönnimann. Auch frühere Finalteilnehmer wie Carlo Balmelli, Philippe Monnerat, Roger Meier, Hervé Grélat oder Vincent Baroni blicken heute auf eine beeindruckende Karriere als Profi-Dirigent zurück.

Doch spielt ein Orchester tatsächlich unterschiedlich je nach Dirigent? Verändern sich Ausdrucksweise und Temperament der Musikerinnen und Musiker? Das können Interessierte am 9. Schweizer Dirigentenwettbewerb vom 4. bis 7. September selber prüfen. Nebst Halbfinal und Final ist nämlich diesmal auch die Vorrunde öffentlich. Zudem können die Besucherinnen und Besucher erstmals ebenfalls den Proben der drei Finalisten beiwohnen. Sie können so die Entscheidung der Jury direkt mit Ihren eigenen Eindrücken aus Probe und Konzert vergleichen.

Internationale Jury
Und welcher Dirigent gefällt Ihnen am besten? Die Jury entscheidet auf Grund der reglementarisch festgelegten Kriterien Probenarbeit, Dirigiertechnik, Interpretation, Musikalität, Orchesterkontakt und Gesamteindruck. Ihr gehören der niederländische Komponist und Dirigent Jan de Haan sowie die früheren Schweizer Wettbewerbsteilnehmer Philippe Bach und Carlo Balmelli an.

Der Wettbewerb, der alle drei Jahre ausgerichtet wird, spricht Dirigenten von Harmonie, Blech-, Fanfareorchestern und Brass Bands an, sofern sie nicht älter als 35 Jahre sind. Diesmal haben sich 22 Kandidaten angemeldet. Davon wurden aufgrund der Bewerbungsunterlagen, zu denen auch eine 20-minütige DVD mit Proben- und Konzertausschnitten gehört, zwölf Kandidaten für die Vorrunde ausgewählt.

Zwei verschiedene Standorte
Da gilt es am 4. und 5. September in der Aula Margeläcker in Wettingen mit dem Blasorchester Baden Wettingen ein Stück, welches das Orchester nicht kennt, während einer halben Stunde zu proben. Vorgesehen sind ausschliesslich Werke von Schweizer Komponisten. Sowohl der Halbfinal wie der Final werden mit einem Galakonzert des jeweiligen Orchesters abgerundet.

Sechs Kandidaten qualifizieren sich für das Halbfinale. Sie erhalten am Freitag, 6. September acht Minuten Zeit, um mit der Brass Band Emmental eine dem Orchester bekannte Komposition zu proben und anschliessend im Trafosaal Baden aufzuführen. Der Final am Samstag, 7. September im Trafosaal Baden ist zweigeteilt. Am Nachmittag probt das Trio je 45 Minuten mit dem Sinfonischen Blasorchester Bern. Anschliessend werden diese Werke im Rahmen des Finalkonzerts aufgeführt und die Preise verliehen.

Die Organisatoren
Seit 2010 ist der eigens dafür gegründete Verein Schweizer Dirigentenwettbewerb für den Anlass verantwortlich. In Partnerschaft mit dem Schweizer Blasmusikverband und dem Schweizer Blasmusik-Dirigentenverband beauftragt dieser ein Organisationkomitee und eine Musikkommission mit der Vorbereitung und Durchführung des Wettbewerbs. Als Partner vor Ort fungiert das Blasorchester Baden Wettingen. Karten sind an der Abendkasse erhältlich.

www.dirigentenwettbewerb.ch


Die Teilnehmer
Gaudens Bieri, Marius Brunner, Emilie Chabrol, Mathieu Charrière, Jonas Danuser, Raphael Honegger, Antoine Rabout, Thierry Rauh, Théo Schmitt, Ruth Suppiger, Nino Wrede, Laurent Zufferey.

 

 

 NEHMEN SIE AUCH AM SEMINAR DES SCHWEIZER BLASMUSIK-DIRIGENTENVERBANDS TEIL: https://dirigentenverband.ch/news/30-breaking-news/270-seminar-mit-dem-ber%C3%BChmten-jan-de-haan.html